Im Rahmen der Landesgartenschau 2027 fand vor kurzem auch in Ranstadt eine interessante Baustellenführung statt. Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel, Udo Schädel und Volker Meub von der Bauverwaltung gaben den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern einen Blick hinter die Kulissen laufender Projekte und informierten aus erster Hand über die Fortschritte. Als Gäste konnten Henrike Strauch, Vorsitzende des Vereins Oberhessen und Florian Herrmann, Geschäftsführer der Landesgartenschau, begrüßt werden.
Friedhof Ranstadt: Nachdem die Bürgermeisterin die allgemeinen Änderungen auf dem Friedhof vorstellte und auf neu geplante Bestattungsformen einging, berichtete Volker Meub, dass auf dem Friedhof aufgrund des sich verändernden Klimas zahlreiche trockenheitsresistente Bäume gepflanzt wurden. Die Wasserentnahmestellen sind neu gestaltet und mit Pflanzen eingerahmt. Darüber hinaus hat man einen attraktiven Ruhebereich mit Sitzbänken geschaffen, sowie neue Blumenbeete mit Trockenmauern gesetzt.
Felsenkeller Dauernheim: In seinem Vortrag beschäftigte sich Bauamtsleiter Udo Schädel mit den alten Felsenkellern, die im 16. Jahrhundert und früher bis in die Zeit des 19. Jahrhunderts entstanden. Sie liegen zum Teil in drei Schichten übereinander und sind in dieser Anordnung und Vielzahl einmalig. Früher dienten sie meist der Lagerung des Weins, der in Dauernheim angebaut wurde. Die Keller sind teilweise sehr stark geschädigt und mehrere Einstürze waren der Grund, weshalb die Gemeinde Ranstadt gezwungen war, den Zugang zu sperren. Das Ziel bleibt aber weiterhin, einen Teil dieser unterirdischen Anlagen wieder nutz- und begehbar zu machen. Da dieses noch lange Zeit in Anspruch nehmen wird arbeitet die Bauverwaltung, gemeinsam mit Ingenieuren, Fachfirmen und ehrenamtlichen Unterstützern daran, dass die Gäste und die Bevölkerung während der Landesgartenschau zumindest einen Keller ansehen können.
Hintergrund: Die Landesgartenschau Oberhessen 2027 nimmt in der gesamten Region sichtbar Gestalt an. Während in Bad Salzhausen, Gedern und Büdingen die drei zentralen Parkanlagen entstehen, arbeitet auch Ranstadt an eigenen Projekten.
Die LGS versteht sich als gemeinsames Zukunftsprojekt für Oberhessen. Ihre Impulse reichen deshalb weit über die zentralen Ausstellungsflächen hinaus: In allen beteiligten Städten und Gemeinden werden Vorhaben geplant und verwirklicht, die öffentliche Räume aufwerten, neue Aufenthaltsqualitäten schaffen und die regionale Entwicklung nachhaltig stärken sollen.
Die in acht von elf Kommunen durchgeführten Führungen machen deutlich, wie die Landesgartenschau bereits vor ihrer Eröffnung Veränderungen in der Region anstößt und Menschen, Orte und Ideen miteinander verbindet.