Seit 2018 werden die Nistkästen in den Ranstädter Wäldern von Tanja Schnell und Sylvia Frech im Namen des NaVo gereinigt und gepflegt. War der klassische Termin dafür früher im März, wird das inzwischen aufgrund des spürbaren Klimawandels flexibel geregelt: Sobald der harte Frost und Schnee vorbei sind, geht es los.
In den letzten Wochen war es wieder so weit: Tanja und Sylvia haben sich erneut in einer gewaltigen Kraftanstrengung für den Natur- und Vogelschutz in und um Ranstadt verdient gemacht: In einem enormen Aufwand von weit über 30 Arbeitsstunden pro Person haben sich die beiden engagierten Frauen um die Nistkästen in unseren Wäldern gekümmert.
Konkret bedeutet das unter anderem:
in den Wald gehen, viele Kilometer, die Kästen (um die 200!) einsammeln und abtransportieren
die noch verwendbaren Kästen putzen und reparieren (zum Beispiel dort wo die Dächer kaputt waren diese mit Dachpappe sauber und ordentlich reparieren und schützen)
Kästen mit Specht- und Marderschutz versehen
am Ende wieder in den Wald gehen und sie dort aufhängen
Hinter diesen schlichten Worten steckt außerordentlich viel Arbeit; auch das Aufhängen selbst ist eine Wissenschaft für sich:
welcher Baum ist geeignet?
ist es sicher, dass dieser nicht demnächst gefällt wird?
ist der Ast stark genug für den Nistkasten?
ist der Ast zugleich aber nicht so, dass die Waschbären das Gelege ausrauben können?
wie kann man die Kästen so hängen, dass sie an einer Route liegen und man sie mit noch vertretbarem Aufwand jährlich erneut einsammeln und versorgen kann?
Eine eindrucksvolle und aufwändige Tätigkeit, von Tanja Schnell und Silvia Frech schon in den letzten Jahren immer wieder mit großem Engagement und Sorgfalt betrieben. Die im Wald vorgefundenen, gut erhaltenen Kästen waren noch vom leider früh verstorbenen NaVo Vorstand Wolfgang Schneider gebaut worden. In diesem Jahr wurden dank Spenden vom NaVo Ranstadt 100 neue Nistkästen bereitgestellt. Somit kommen wir im Jahr 2026 auf eine Gesamtzahl von rund 250 aktuell aufgehängten „Wohneinheiten“ für unsere gefiederten Freunde.
Dank einer weiteren Spende konnte jeweils der schon erwähnte Specht- und Marderschutz beigesteuert werden. Das bedeutet: Bei einigen alten und allen neuen Kästen musste noch der Marderschutz und ein Spechtschutz um das Einflugsloch eingeschraubt werden.
Wir danken den beiden Frauen für ihr ganz besonderes Engagement – hier ist der Vogelschutz wirklich eine Herzensangelegenheit! Wenn wir Ranstädter es im Frühling und Sommer wieder lebhaft zwitschern hören, lasst uns daran denken, wem wir das unter anderem zu verdanken haben!