Am 10. Oktober 2026 unternahm der Kulturkreis einen abwechslungsreichen Tagesausflug in die südthüringische Residenzstadt Meiningen. Die Stadt bot mit ihrer bedeutenden Eisenbahngeschichte, der historischen Altstadt und der herausragenden Theatertradition ein vielfältiges Programm.
Ein besonderer Programmpunkt war die Besichtigung der historischen Eisenbahnwerkstätte beziehungsweise des Eisenbahnmuseums. Die Gruppe erfuhr viel über die Entwicklung der Eisenbahn und Meiningens Bedeutung als Eisenbahnstandort. Historische Lokomotiven und technische Einrichtungen vermittelten einen Eindruck von der anspruchsvollen Arbeit und dem handwerklichen Können, die Erhalt und Restaurierung historischer Schienenfahrzeuge erfordern.
Zum Mittagessen kehrte die Reisegruppe im „Henneberger Haus“, einem alten, unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkbau von 1894/95, ein. In geselliger Runde konnten sich die Teilnehmer*innen stärken und die bisherigen Eindrücke austauschen.
Anschließend erkundete die Gruppe die historische Innenstadt. Prächtige Gebäude, Plätze und Straßen spiegeln die Geschichte der ehemaligen Residenzstadt und ihre Verbindung zum Herzogtum Sachsen-Meiningen wider. Zugleich lernte die Gruppe Meiningens Bedeutung für die deutsche Theatergeschichte kennen.
Ein weiterer Höhepunkt war nämlich der Besuch der „Zauberwelt der Kulisse.“ Dort erhielten die Gäste Einblick in die Entstehung von Bühnenbildern und die Wirkung einer Inszenierung.
Die Meininger Theaterreform des 19. Jahrhunderts prägte das moderne Regietheater weit über Thüringen hinaus. Der Blick hinter die Kulissen zeigte, wie viel Kreativität, handwerkliche Arbeit und Liebe zum Detail nötig sind, um eine eigene Bühnenwelt entstehen zu lassen. Gezeigt wurde ein Bühnenbild aus dem Jahr 1909 – „Lager vor Pilsen“ aus Friedrich Schillers „Wallensteins Lager.“
Ein anderer Teil der Gruppe schaute sich währenddessen noch einmal die historische Altstadt, das Stadtschloss oder ein schönes Cafe´ an.
So bleibt der Tag als gelungene Mischung aus Kultur, Geschichte und Geselligkeit in schöner Erinnerung.
Andrea Carl