Seit vielen Jahren engagiert sich der Verein „Haus der Begegnung“ (HdB) in Dauernheim, nicht nur im Rahmen der Ferienspiele, für unsere Kinder und Jugendlichen.
Mit großer Neugier und viel Begeisterung nahmen vor kurzem 15 Kinder an den Ferienspielen des HdB, gemeinsam mit der Wald- und Naturschutzgemeinschaft Oberhessen, teil. Der abwechslungsreiche Nachmittag bot u.a. spannende Einblicke in die heimische Tier- und Pflanzenwelt, aber auch der Spaß kam nicht zu kurz.
An drei Lernstationen erfuhren die Kinder Wissenswertes über Pflanzen, Insekten, Tiere und deren Lebensräume:
Station 1:
Volker und Renate Neumann erklärten die Bedeutung von Insekten für das ökologische Gleichgewicht. Mitgebrachte Präparate zeigten eindrucksvoll die Entwicklung vom Ei über die Raupe bis hin zum Schmetterling. Die Kinder konnten die verschiedenen Stadien aus nächster Nähe betrachten und lernten, warum Insekten für die Natur unverzichtbar sind.
Station 2:
Jürgen Adam thematisierte die Verdrängung heimischer Tiere und Pflanzen durch invasive Arten. Beispiele wie das indische Springkraut, der Waschbär oder der Riesenbärenklau machten deutlich, wie stark sich diese Arten bereits ausgebreitet haben. Besonders faszinierend waren die Signalkrebse, die in der Nidda leben und leider die heimischen Flusskrebse verdrängen. Fred Magenheimer-Winter vom Angelsportverein Dauernheim hatte am Vorabend einige Reusen in der Nidda ausgelegt und rund 100 Signalkrebse konnten aus dem Wasser geholt werden. Die Kinder untersuchten die Tiere neugierig und lernten viel über deren Lebensweise. Zum Abschluss des Tages landeten die Krebse – denn sie sind echt lecker – im Kochtopf und wurden gemeinsam verzehrt.
Station 3:
Bernd Reißmann, ehemaliger Forstdirektor und Leiter des Forstamts Nidda, präsentierte ausgestopfte Tierpräparate und erklärte die jeweiligen Lebensräume der Tiere. Ein besonderes Highlight war der Fühlkasten: Durch Ertasten verschiedener Materialien wie Moos, Rinde, Federn oder Tierfell konnten die Kinder spielerisch entdecken, welche Strukturen und Stoffe in heimischen Wäldern vorkommen.
Nach dem lehrreichen und ereignisreichen Nachmittag ging es zurück zum HdB, wo eine beliebte Tradition wartete: Das Kirschkernspucken. Mit viel Gelächter und kleinen Wettbewerben ließen die Kinder den Tag ausklingen. Eine Bratwurst im Brötchen sorgte für die nötige Stärkung, bevor - erschöpft, aber zufrieden - der Heimweg angetreten wurde.
Wir danken allen, die sich an diesem Nachmittag für unsere Kinder engagiert haben, für die erneute Durchführung dieser schönen Veranstaltung und freuen uns darauf, wenn ihr auch im kommenden Jahr zur Landesgartenschau wieder mit dabei seid.