Aufgrund von intensiver Bejagung war der Biber zu Beginn des 20. Jahrhunderts fast ausgerottet. Erst seit 1988, als 18 Biberpaare im Spessart ausgewildert wurden, hat sich der Biber auch in unserer Region wieder angesiedelt.
Wo lebt der Biber? Was frisst der Biber? Wie lange kann ein Biber die Luft anhalten? Wie groß und alt wird ein Biber und warum sieht man tagsüber keinen ? Diese und viele andere Fragen hatten gestern 17 Kinder aus Ranstadt, Glauburg und Ortenberg auf dem Herzen, als Dominik Schmitt vom NABU Wetterau auf dem Auenlandhof in Dauernheim erschien. Und er blieb keine Antwort schuldig. Nicht nur, dass er alle Fragen beantwortete, er tauchte mit den Kindern spielerisch in die Welt des größten Nagetiers in Europa ein. Anhand von „Bibi“, einem präparierten 1,30m großen Biber und Bildern erklärte er alles, was man zum Biber wissen muss und ging auch auf die Unterschiede zu Nutria und Bisamratte ein, die ebenfalls bei uns heimisch sind. Nachdem dann extrem weiche Tierfelle durch die Kinderhände gegangen waren wurde der Garten nach Spuren des Bibers untersucht und einige Spiele gespielt.
An der an das Grundstück anschließenden Nidda wurden dann kleine Dämme gebaut, um das Prinzip einer Biberburg und eines Biberdammes zu erklären und es wurde Wasser aus dem Fluss geschöpft, um mit Becherlupe und Binocular-Mikroskop die im Wasser lebenden Tiere zu bestimmen.
Wir danken Dominik für interessante drei Stunden, die wie im Fluge vergingen und wir danken Melanie und Andre Hülsbömer, die uns nicht nur den Garten des Auenlandhofes für die Veranstaltung überließen, sondern auch leckeren Apfelsaft und Mineralwasser gegen den Durst spendeten.
Nächste Woche geht es am Donnerstag mit dem NABU auf die traditionelle Fledermauswanderung in Ranstadt und viele der Kids, die heute dabei waren, werden wir dort wiedersehen. Wir freuen uns auf euch! Bis dahin: Bleibt neugierig!
Link zur NABU Umweltwerkstatt Wetterau