Spurensuche mit der NaVo | Aktuelle Nachrichten und Informationen

„Sendung mit der Maus“ und „Löwenzahn“ live statt im TV

Spurensuche mit der NaVo

Am "Natur-und-Spuren-suchen-Tag" versammelten sich Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren wie gewohnt an der Kurt-Gebert-Hütte am Nidda-Radweg. Gemeinsam mit den Betreuern wurde überlegt, welche Tiere des Waldes die Kinder schon einmal gesehen haben und warum man manche kaum zu Gesicht bekommt.

Beeindruckt waren die Kinder von den vielen Tierfellen und Schautafeln zu den Tieren, die im Wald leben. Alle Felle wurden begutachtet, befühlt und zugeordnet. "Das Fuchsfell ist ganz weich", meinte ein Mädchen und "das vom Wildschwein ist ganz borstig“.

Interessiert lauschten die Kinder dann den Jagdhornsignalen, die Roland spielte. Diese Signale dienten den Jägern in Zeiten ohne Handy im Wald als Kommunikationsmittel. Selbstverständlich durfte jedes der Kinder versuchen, einen Ton zu spielen, was gar nicht so einfach war. Es gab ein Signal zur Begrüßung, eines zur Frage „Wo bist du?“ und die dazu passende Antwort, genau wie das Signal „Zum Essen“. Dieses wurde sofort umgesetzt und die Kinder nahmen ihr mitgebrachtes Frühstück zu sich.

Als nächstes wurde das Gehörn eines Rehs und das Geweih eines Hirsches angeschaut und miteinander verglichen. Nachdem wir viel über Tiere und ihre Spuren gesprochen haben, wollten wir auch welche suchen. Auf der Wanderung am Radweg fanden die Kinder einige Tierspuren und Tieraufsteller, die vorher von den Betreuern im Gras versteckt wurden. Es wurde unter anderem ein Fuchs, ein Waschbär und ein Frischling gesichtet. Eine Ameisenstraße führte über eine lange Strecke zu einer toten Maus, wo auch Spuren von Rehwild und Fuchs zu finden waren.

Abgerundet wurde der Tag mit einer Bastel- und Ausmalzeit, bei der auch Tierpfotenabdrücke gemalt wurden. Kleine Heftchen mit Tierspuren, die die Kinder mitnehmen durften, sind ein Andenken und sie können ihr Wissen an die Eltern bei einem gemeinsamen Waldspaziergang weitergeben. Und wer weiß? Vielleicht entdecken sie irgendwann sogar echte Tierspuren.

Karin Haueter